Willkommen zur Ausgabe Die15 Dezember 2011
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…“: Der Adventskranz ist wieder aufgestellt. Die vier Kerzen darauf wollen uns besinnlich auf das Weihnachtsfest einstimmen. Sein Lichterglanz verbreitet Gemütlichkeit und Wärme in der jetzt so dunklen Jahreszeit. Haus und Wohnung werden dekoriert. Tannengrün- und Plätzchenduft liegen in der Luft. Dazu eine gute Tasse Kaffee oder Tee. Vorfreude ist doch die schönste Freude! Ein paar Tage später leuchten dann auch die Kinderaugen, wenn die Kleinen vom 1. bis zum 24. Dezember vor ihren bunten Adventskalendern stehen und jeden Tag ein Kläppchen, Säckchen oder Türchen öffnen dürfen. Das ist spannend und „versüßt“ die Wartezeit aufs Christkind enorm.
Entzünden wir die erste Kerze am Adventskranz, sagt uns das auch: Der Countdown läuft. In vier Wochen ist Weihnachten. Viele denken: Ach, noch vier lange Wochen Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen, was man den Liebsten denn so schenken könnte. Was legen wir wem unter den Tannenbaum? Beteiligen wir uns an wohltätigen Aktionen? In den Wochen vor Weihnachten sitzt das Geld ja meistens etwas lockerer. Die Supermärkte suggerieren uns den Beginn der Weihnachtszeit bereits seit Ende August… Konsum pur. Die Werbeprospekte der großen Kaufhäuser bestechen mit einer Riesenauswahl an Spielzeug für die Kids, die angeregt werden, einen meist sehr langen Wunschzettel zu schreiben. Auch der Fachhandel lockt mit tollen Angeboten fürs Fest. In jedem Jahr unterbieten sich zudem die Elektrofachmärkte gegenseitig mit den günstigsten Preisen. Alle buhlen um Kunden. Geiz scheint eben noch immer geil zu sein. Wünsche und Träume sind gerade vor Weihnachten groß. Man gönnt sich ja sonst nichts. Nicht zuletzt bieten auch die zahlreichen Weihnachtsmärkte in der Umgebung die Möglichkeit zum Kaufrausch in (Glüh-)weinseliger Atmosphäre – auch oder gerade am Wochenende, wenn wir mal nicht arbeiten müssen.
Doch halt, wollten wir uns nicht besinnlich auf das Geburtsfest Christi einstimmen? Den Stress und die Hektik des alltäglichen Wahnsinns mal für einige Stunden ausblenden? Mal Rückschau halten und eine Bilanz des langsam ablaufenden Jahres ziehen? Und jeden Sonntag in aller Ruhe am Adventskranz in Vorfreude auf Weihnachten eine weitere Kerze anzünden?
Doch es kommt, wie es kommen muss. Ehe man sich versieht, brennt bereits das vierte Licht. Huch, nun wird es aber doch wieder Zeit. Noch immer sind nicht alle Geschenke besorgt. Der Tannenbaum muss auch noch ausgesucht und aufgestellt werden. Und so hetzen Mann und Frau doch wieder in den letzten Stunden vor dem christlichen Hochfest mit hochrotem Kopf durch die Geschäfte. Gott sei dank kann man ja an Heiligabend auch noch bis Mittags einkaufen... Weihnachten kommt aber auch immer sooo plötzlich!
In diesem Sinne wünschen wir einen besinnlichen Advent!
Ihre Elke Rohde








