Die15 Ausgabe 4 April 2010
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
es zaubert am Morgen des Ostersonntags ein Lächeln in jedes Kindergesicht: das Osterei! Egal, ob als bunt gefärbtes oder bemaltes Hühnerei am festlich gedeckten Frühstückstisch oder in der natürlich in Kinderaugen noch beliebteren Schokoladenvariante – lila oder bunt verpackt, im heimischen Garten oder bei schlechtem Wetter auch schon mal im Wohnzimmer versteckt.
Beliebt ist es durchaus auch bei den Erwachsenen, die es in Form von Holz oder Porzellan, schlicht oder bunt, mit oder ohne Hasen, spätestens vier Wochen vor dem eigentlichen Osterfest als Dekoration in ihre Wohnungen stellen oder in die Fenster hängen – quasi gleich nach Aschermittwoch.
Doch woher kommt es eigentlich das Osterei? Sicher nicht vom Osterhasen. Haben Sie sich diese Frage schon mal ernsthaft gestellt? Nicht? Dann können wir das einmal gemeinsam tun.
Früher erhielt man das Wissen aus Überlieferungen der Vorfahren oder aus diversen Lexika. Schön, dass es heute das Internet und diverse Suchmaschinen gibt: Dort kann man erfahren, dass das Osterei ein beherrschendes Sinnbild unseres Osterfestes ist.
Demnach geht der Brauch, in der Speisenweihe am Osterfest Eier zu segnen, bis ins vierte Jahrhundert zurück und gilt als christliche Tradition. Um die Bedeutung des schlichten Eies hervorzuheben, wurde es gefärbt oder verziert. Das Ei wurde von den Christen als Sinnbild für die Auferstehung Jesu angesehen. Das ist auch in der Kunstgeschichte auf alten religiösen Gemälden belegt. Da in der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern auf tierische Speisen verzichtet wurde, war das Ei ein ersehntes Ostergeschenk. Bei Wikipedia, der freien Enzyklopädie, kann man zudem erfahren, dass für Deutschland gefärbte Eier erstmals im frühen 13. Jahrhundert erwähnt werden. Gern werden ausgeblasene, schön dekorierte Eier an einen Strauß von Birkenzweigen gehängt. Wer zur Osterzeit mal im Süden Deutschlands unterwegs war, hat dort sicher auch die mit bunten Eiern kunstvoll geschmückten öffentlichen Dorfbrunnen, die Osterbrunnen, bestaunt. Diese Tradition hat ihren Ursprung in der fränkischen Schweiz und ist heutzutage wieder weit verbreitet.
Ei, Ei, Ei – nun sind wir alle ein bisschen schlauer.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein wunderschönes Osterfest mit vielen bunten Eiern!
Ihre Elke Rohde
und das Team Werbung der Marketinggemeinschaft Stadt Lichtenau/Westfalen e.V.









