Professor Dr. Gerhard Henkel: „Wertschöpfung der Ressourcen verbessern“
Lichtenau. Wie kann die Stadt Lichtenau mit ihren 15 Dörfern fit für die Zukunft gemacht werden? Um diese Frage ging es bei einer Veranstaltung zum Neustart der Zukunftskonferenz im Technologiezentrum am vergangenen Donnerstag, zu der die Stadt eingeladen hatte. Eine klare Antwort darauf hatte Professor Dr. Gerhard Henkel aus Fürstenberg: In seinem Vortrag hob der Gastredner unter zehn Handlungsfeldern besonders die ökonomische Stabilisierung als entscheidend hervor. Hierbei seien gerade die alten und natürlichen Ressourcen wichtig, die die Region schon um 1850 in eine wahre Boomphase gebracht hätten: „Guter Boden, Wasser und natürlich Wind – all diese Energieträger haben wir hier vor Ort“, betonte der emeritierte Kulturprofessor mit dem Forschungs-Schwerpunkt „ländliche Entwicklung“.
Die Wertschöpfung dieser Ressourcen könne und müsse verbessert werden, sagte er. Mit Blick auf das „Energiedorf“ Herbram-Wald freute er sich über Fortschritte in diesem Bereich. „Da kann man weiter machen“, forderte Henkel vor über 100 Zuhörern. Und fragte ganz kühn: „Warum soll man nicht das Ziel einer energie-autarken Stadt Lichtenau anpacken?“ Schließlich gebe es genügend Holz, Wasser, Sonne und gerade auch Wind vor Ort. „Dieses Leitziel muss man sich setzen“, unterstrich Henkel seine Forderung.
Zu seinen weiteren Handlungsfeldern für ein Fitnessprogramm für die Zukunft gehörten unter anderem die Sicherung der Infrastruktur, die Revitalisierung der Ortskerne sowie mehr bürgerschaftliche Verantwortung.









